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... The Queen´s Men
Was passiert, wenn man einem grandiosen Ensemble einen tollen Rahmen gibt und sie dann auf eine Spielwiese loslässt, auf der sie sich austoben dürfen? Dann wird das Publikum von den Sitzen gerissen! So geschehen bei der Premiere von "The Queen´s Men" im Theaterzelt. Kaum dass die Vorstellung angefangen hat, ist man hineingeworfen in das wirre Treiben einer Schauspieltruppe, Dilettanten, wie es scheint, einer senil, einer stottert, alle miteinander mehr als skurril und man weiß nicht so recht, wo das Ganze hingehen soll. Offenbar wird Hamlet geprobt, doch ist das eigentlich bald egal, denn folgen würde man dem Ensemble überall hin. Gespielt wird hier nicht nur im Schauspiel, sondern mit allem und jedem, was den Akteuren unterkommt, so werden Kritiker genauso mit einbezogen, wie die Souffleuse oder bei einer Panne am Mikro die Tontechnikerin. Das ganze ist so ein Riesenspaß mit anzuzusehen, dass man die Zeit völlig vergisst. Es ist fast schade, dass es eine Pause gibt, denn, man will einfach nicht, dass dieses bunte Treiben auf der Bühne unterbrochen wird.
Die Stärke des tollen Ensembles um Moritz Führmann und Hanna Werth zeigt sich besonders in den Momenten, in denen man in einem Moment noch lauthals über den größten und übetriebenen Klamauk lachen muss, im nächsten aber ist man tief berührt, etwa wenn Hanna Werth als Queen undercover vor dem Schauspieltruppen Chef eine Kostprobe ihres Gesangskönnens zum besten gibt. Solche Brüche funktionieren nur, wenn die Schauspieler richtig gut sind; und das sind sie. Und die Textvorlage ist es auch. Eine so intelligente Komödie über die Shakespeare Stücke, mit aktuellen Bezügen und das ganze im höchsten Maße unterhaltsam, so was habe ich lange nicht mehr gesehen. Selten war ich so traurig, dass der Abend irgendwann zu Ende war. Auch wenn die Holzbänke im Zelt nach drei Stunden nicht mehr unbedingt bequem sind. Auch das Zelt spielt hier mit. Im Zelt kommt man sich vor wie in Shakespeare´s Globe, man sitzt mitten im Geschehen, es staubt, man hört die Umwelt draußen. Es ist Theater mit allen Sinnen. Hier wurde gezeigt, dass ein tolles Team überall Theater machen kann, doch sollte so ein Ensemble auch irgendwann wieder ein tolles Haus haben, so schön es im Zelt war, finde zumindest ich. Ihre Janine Hartenstein.

The Queen's Men | © Thomas Rabsch

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